Nach einem Alarm in einem Chemielabor der Technischen Universität Dresden sind gestern Abend 97 Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht worden. Es war zu dem Zeitpunkt nicht auszuschließen, dass bei einer chemischen Reaktion hochgiftige Gase entstanden sein könnten. Die Betroffenen kamen daher vorsichtshalber zur ärztlichen Betreuung in verschiedene Krankenhäuser.
Nach ersten Ermittlungen am gestrigen Abend ergaben sich keine Hinweise, dass giftige Gase in den Laborräumen entstanden oder ausgetreten waren. Am Vormittag nahmen Ermittler der Dresdner Polizei den Ort des Geschehens nochmals genauestens unter die Lupe. Aber auch heute fanden die Ermittler keine Hinweise auf giftige Gase. Den Ursprung des verdächtigen Geruches konnten die Spezialisten nicht ermitteln.
Inzwischen konnten alle 97 Personen die Krankenhäuser wieder verlassen. Bei Keinem wurden Vergiftungssymptome festgestellt.
Die Ermittler sehen derzeit keinen Straftatverdacht. Insgesamt waren gestern 70 Polizeibeamte vor Ort im Einsatz.