Trotz der Wiederbeschaffung eines gestohlenen Rades endete der Abend für einen 29-Jährigen in der Justizvollzugsanstalt.
Ein 33-Jähriger hatte für einen kurzen Einkauf sein Rad vor einem Supermarkt an der Königsbrücker Straße abgestellt. Als er nach gut fünf Minuten zurückkehrte, war das Rad im Wert von rund 5.500 Euro verschwunden. Zu Fuß begab sich der Herr zur Anzeigenerstattung ins Polizeirevier Dresden-Nord.
Zwischenzeitlich hatte jedoch ein Bekannter (29) des Geschädigten einen Unbekannten mit dem gestohlenen Rad am Albertplatz gesehen. Als der 29-Jährige den Mann ansprach, flüchtete der mutmaßliche Dieb mit dem Rad. Der couragierte Dresdner folgte ihm bis zur Hauptstraße. Dort ließ der Unbekannte das Rad zurück und flüchtete zu Fuß. Der 29-Jährige brachte das "eroberte" Rad zum Polizeirevier.
Das große Dankeschön des 33-Jährigen an seinen jüngeren Bekannten muss jedoch noch einige Tage warten. Gegen den 29-Jährigen lag ein Vollstreckungshaftbefehl vor. Da er eine geforderte Geldstrafe nicht entrichten konnte, mussten ihn die Beamten, trotz seines couragierten Handelns, in die JVA Dresden bringen.